Zur Suche auf die Lupe klicken search
top

Gutschein-Publisher 2010 Teil 4

Willkommen zurück zum 4. und letzten Teil der Reihe Gutscheinblogs und Gutscheinseiten

Im ersten Teil ging es um einen allgemeinen Überblick, wie es gerade um die Gutscheinblogs und tausenden Gutscheinseiten steht, die wie Pilze aus den Boden schiessen.

Im zweiten Teil zeigte ich Faktoren auf, die ein Gutscheinseiten-Betreiber beachten muss, um in diesem stark umkämpften Markt Fuß fassen zu können.

Im dritten Teil der Serie ging es um die Frage, was ein Merchant tun kann und muss um sich noch besser mit Gutscheinen positionieren zu können.

Im letzten Teil geht es nun um die Frage, wie es mit den Netzwerken aussieht.

Netzwerke kategorisieren ihre Publisher. Natürlich gibt es auch ein Bereich, der sich ausschliesslich mit Gutscheinseiten beschäftigt. Fast alle Netzwerke haben auch bereits Publisher Manager, sie sich nur um diese Publishergruppe kümmern. Als ich noch bei Quisma als Publisher Manager tätig war, wurde mir richtig bewusst, was dieser Zweig alles schaffen kann. Somit verstehe ich sehr gut wie wichtig es ist, ein Netzwerk an guten Gutscheinseiten zu haben. Doch reicht es nicht alleine eine Liste mit den Seiten und Kontaktdaten zu haben. Wer denkt, dass das alles ist, sollte sich um andere Sachen kümmern. Auch ein Netzwerk hat Aufgaben, um die Maschinerie am Laufen zu halten.

Gutscheine-Angebote

Ein Affiliate Netzwerk ist der erste Anlaufpunkt für einen Publisher um an Gutscheine zu kommen. Hierbei ist es besonders wichtig ein Auge auf das Angebot zu haben. Leider ist es immer noch so, dass die Merchants zum Teil unbeaufsichtigt ihre Gutscheine anlegen und dabei Fehler machen. Falsche Angaben über die Laufzeit und falsche Verlinkungen (falls Vorhanden) sind die häufigsten Fehler die auftauchen. Zudem lassen Netzwerke auch zu, dass manche Merchants mit Gutscheinen richtiggehend spammen. Auch wenn die Angebote toll sind. Man braucht keine 30 Gutscheine von ein und demselben Anbieter untereinander. Ein Gutschein ist was Besonderes. Es zeigt eine Aktion, die, meist zeitlich, begrenzt ist. Ein Gutschein verliert seinen Wert wenn der User das Gefühl hat, bei dem Shop würden alle Preise Sonderangebote sein. Hier muss das Netzwerk viel mehr Kontrolle ausüben.

Zugriff auf Gutscheine – Barrierefreiheit*

Wenn ein Affiliate nach Gutscheinen sucht, will er das schnell machen. Jeder Gutschein den er einstellt kostet ihm Zeit. Umso wichtiger ist es, Barrierefreiheit zu schaffen. Als Beispiel kann ich hier den Unterschied zwischen Affilinet und Zanox nennen. Bei Affilinet findet der Publisher zwar nicht auf Anhieb seine Gutscheine. Hat er aber ein mal mitbekommen wo er suchen muss, ist die Usability sehr einfach. In einer Liste findet der Publisher alle relevanten Informationen. Und ist er bei dem Programm angemeldet, kann er sich auch gleich den Gutscheincode ausgeben lassen. Alles relativ einfach.

Bei Zanox ist es ein wenig Schwieriger. Hier befindet sich der Button, der zu den Gutscheinangeboten führt direkt auf der Hauptseite VOR dem Login. Ich muss zugeben, ich habe ihn erst gefunden, als mir der Publisher Manager es gezeigt hat. Ganz unten auf der Startseite hinter dem Punkt „Advertiser Promotions“ findet der Zanox-Publisher die Gutscheine. Mich wundert es zwar, warum auf der deutschsprachigen Webseite nicht einfach das Wort „Gutscheine“ verwendet wird, aber ok. Nehmen wir es mal hin. Hier zeigt Zanox die neuesten Offerten seiner Programme. Für die Aktualität sorgt die Tatsache, dass angelegte Gutscheine nach 30 Tagen automatisch entfernt werden. Ist sicherlich nicht förderlich bei Gutscheinen die länger als 30 Tage laufen. Das eigentliche Problem für ein Publisher ist aber eher, dass wenn er sich für einen Gutschein entschieden hat, er nicht direkt zu dem Programm und damit zum Code kommt, sondern erst mal auf die Loginseite, dann auf seine Publisherstartseite, dann auf Programmsuche, und dann kann er sich seinen Code ziehen. Wie gesagt, ist für einen Gutscheinpublisher Zeit Geld. Und je kürzer er für das Auffinden eines Gutscheins braucht, umso besser kann er performen.

Enduseraktionen

Weil es reinpasst, gerade etwas Aktuelles. Ich unterhielt mich mit einem Publisher Manager wegen Gutscheine für die laufende Weihnachtssaison. Wir haben daraufhin festgestellt, dass es zwar sehr viele Publisheraktionen gab, aber für die Jahreszeit erstaunlich wenige Enduseraktionen. Gutscheinpublisher interessieren irgendwelche Rallys und Gewinnspiele für Affiliates nicht. Ihr Kapital sind die Seiten und diese Seiten leben von Endkundenaktionen. Gerade Weihnachten sollten die Netzwerke dafür sorgen dass ihre Merchants in die richtigen Kanäle investieren.

Kommunikation

Dies ist sicherlich ein Punkt, der von jedem anders wahrgenommen wird. Dem einen reicht eine Mail alle paar Wochen, dem anderen sind persönliche Gespräche sehr wichtig. Somit sollte ich dieses Kapitel sehr objektiv betrachten. Kommunikation ist das A und O des Erfolges. Ein wöchentlicher Newsletter reicht hier nicht aus. Und auch Aussagen wie „eine offizielle Pressemitteilung sollte für unsere allgemeine Informationspflicht ausreichen“ (Wer mir sagen kann, in welchem Zusammenhang dieser Satz  – ich gebe es zu leicht verändert – getätigt wurde, dem sende ich eine süße Überraschung zu!) sind nicht wirklich hilfreich. Gerade bei so schnelllebigen Geschichten wie kurzfristige Gutscheine ist es unerlässlich, mit den Publishern zu kommunizieren. Was nützt Twitter, Facebook und Co? Nur dann, wenn man von einer aktiven Teilnahme des Publishers ausgeht. Das ist aber nicht immer der Fall.

Personalisierte Gutscheine

Diesen Punkt habe ich im Teil drei seitens des Merchants bereits behandelt, trotzdem darf es hier nicht fehlen. Denn personalisierte Gutscheine gibt es nicht immer direkt vom Advertiser. Webgains macht es vor. Dort kann jeder Publisher sich einen personalisierten Gutschein mit dem Gutscheingenerator herstellen, soweit dies vom Merchant so eingestellt wurde. Somit ist jeder Gutschein einzigartig. Diese Methode sollte definitiv viel mehr verbreitet sein.

XML / CSV Schnittstelle

Leider noch nicht weit verbreitet ist die Möglichkeit, Gutscheine direkt über eine Datenbankschnittstelle aus den Netzwerken zu ziehen. Es gibt Newsletter mit aktuellen Angeboten, ein Netzwerk schickt sogar Excel-Tabellen zur leichteren Bearbeitung, es gibt Gutscheine als RSS-Feed. Aber die Möglichkeit diese Gutscheine auch als CSV herunterzuladen ist leider noch kaum Möglich. Dies wäre allerdings ein Meilenstein für viele Seitenbetreiber.

Zusammengefasst gibt es sechs wichtige Punkte, die ein Netzwerk beherzigen sollte um auch in Zukunft erfolgreich mit Gutscheinseiten und Gutscheinblogs zusammenzuarbeiten.

  • Gutschein-Angebote
  • Usability
  • Enduseraktionen
  • Kommunikation
  • Personalisierte Gutscheine
  • Datenbank-Schnittstelle

Und damit endet auch schon meine Exkursion in das Reich der Gutscheine, Rabatte und kostenlose Angebote.

*Barrierefreiheit bezeichnet normalerweise die CSS-Formatierung einer Webseite, damit die Seite sauber und ohne Fehler mit verschiedenen Browsern angezeigt werden kann. Im Artikel geht eher um die Usability

Keine Antworten to “Gutschein-Publisher 2010 Teil 4”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Gutscheine als Marketinginstrument | blogwurm.de - [...] Wurm am Mittwoch, 25. November 2009 Da der Blogger Kollege Tibor in den letzten Wochen insgesamt 4 Teile zum …

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

top
Lesen Sie weiter:
Aktuelle Krisensituation im Affiliate Marketing

Östrogengesteuerte T...

Schließen