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Funktioniert Bloggen in Deutschland? Teil3

Im Onlinemagazin der Süddeutschen Zeitung fand ich den Artikel von Felix Salmon. Er nanne 10 Gründe, warum bloggen in Deutschland nicht funktionieren kann. Dies hier ist eine 10tilige Reihe, in der ich jeden einzelnen seiner Punkte unter die Lupe nehme.

Rückblick Teil1
Im ersten Teil schrieb ich über die angebliche Unfähigkeit deutscher Experten, in Blogs ihre wahre Meinung zu sagen.

Rückblick Teil2
Im zweiten Teil der Reihe, ob bloggen in Deutschland nicht funktionieren kann, schrieb ich über die Tatsache, wie sehr in Deutschland die anerkannte Qualifikation von den schriftlichen Bestätigungen abhängt, und wie dies sich auf die Blogosphäre auswirkt.

Hier nun Grund 3, warum bloggen in Deutschland nicht funktioniert

In Amerika ist es den meisten Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wichtig, was die Blogosphäre sagt – sogar einem … Chefdenker der Obama-Administration. Er liest Blogs täglich, und zwar nicht nur solche von Technokraten mit einem großen Namen. Er liest auch die Blogs von Leuten, die normalerweise kein Gehör finden würden in der Politik. Er respektiert die Stimme des Volkes, was eine sehr amerikanische Haltung ist und keine besonders deutsche.

Felix spielt hier auf die Tatsache ab, dass in Amerika die Blogger bereits eine anerkannte “Macht” sind. Einige Bücher über Marketing für Blogger beschreiben, wie sehr sich die Stellung der Blogger in Amerika innerhalb der letzten Jahre gestärkt hat. Wurden sie früher als eine Ansammlung von Internet-Cracks und Nirds angesehen, hat man mittlerweile die Stärke und die Reichweite einer ausgeprägten Blogosphäre erkannt. Zum Teil wird dies auch schon bereits in Deutschland für Social Marketing genutzt – siehe Trigami. Allerdings ist in Deutschland noch lange nicht die Akzeptanz und Anerkennung vorhanden, die uns Bloggern zustehen würde. Was die Tragweite und Macht der Blogger angeht, kann ich Felix seit dem heutigen Tag widersprechen.

Bestes Beispiel, wie sehr Bloggen in Deutschland funktioniert, lieferte heute die unabsichtliche Gedanken-Fehlleistung eines deutschen Unternehmens, das ohne eine Überprüfung der Tatsachen Abmahnungen an Webseitenbetreibern ins Haus flattern ließ. Die ganze Sache ging nach hinten los. Die ganze Geschichte über die witzigste Abmahnung des Jahres kannst du hier nachlesen.
Die Demonstration ist sehr einfach: Gib bei Google das wort KOMSA ein. Als Ergebnis sollte eigentlich die renomierte Firma KOMSA auftauchen.
Etwa nach 40 Minuten fand man die erste Meldung bezüglich der sinnlosen Abmahnung auf Platz 6. Nach ein paar Stunden verdrängte die Nachricht von www.kerner.de sogar die hart erarbeitete Pole Position beim eigenen Firmennamen. Sogar spiegel.de berichtete über den Vorfall.

Auch wenn Felix in der Vergangenheit recht hatte. Bogger wurden unterschätzt. Allerdings denke ich, dass genau solche Aktionen wie heute, die Leute aufrütteln werden. Denn was tut dem Deutschen am meisten Weh? Wenn seine Reputation, sein Status und indirekt auch sein Geldbeutel gebeutelt werden. DANN reagiert er erst. Und der Verlust von Platz 1 bei Google beim eigenen Firmennamen, mit der Hähme, die verpatzte  Abmahnungsgeschichte eine lange weile on Top zu finden, wird definitiv einen Imageschaden verursachen.

Ich denke in Zukunft werden die Großen unseres Landes, ob Politiker oder Wirtschaftsbosse, sehr wohl mehr Aufmerksamkeit den Bloggern und ihren Einträgen schenken.

PS: eine zweite, kleine Geschichte beweist auch, dass auch große Firmen sehr wohl kleine Blogs wie z.B. Kolumne24 lesen. Ich schrieb letztens über die rechtlichen Probleme beim Testzugang von Affiliate to Date. Noch am selben Tag meldete sich der PR-Beauftragte von Data Becker bei mir, weil ich einen kleinen Fehler in meiner Formulierung hatte. War schnell aus der Welt geschafft. Allerdings die Tatsache, dass der PR-Manager eines Unternehmens dieser Größe, sich einen Kopf macht, was ich in meiner Kolumne schreibe, fand ich achtenswert.

Fazit: Ich denke noch ist es nicht geschafft, dass in Deutschland die Blogosphäre als das Werkzeug für PR schlechthin ist, der auch negativ wirken kann, akzeptiert wird. Allerdings sind wir auf dem besten Weg dahin.

Im vierten Teil dieser Reihe, ob, und wenn nicht warum bloggen in Deutschland nicht funktioniert, schreibe ich über die Blogger selber. Über die Blogger und ihre Einstellung zu ihren eigenen Blogs.

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