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Was ist ein valider Lead?

Leadprogramme sind bei Publishern extrem beliebt. Sie sind relativ einfach zu generieren, die Bestätigungszeiträume sind meist sehr kurz und über die Masse lassen sich gute Umsätze erwirtschaften.

Aus gegebenem Anlass müssen wir aber das Thema Leadgenerierung und Leadvalidierung näher ansehen. Dabei stellen sich zwei Fragen:

  • Was ist ein generierter Lead?
  • Was ich ein valider Lead?

Fälschlicherweise sprechen viele von „validen Leads“ bereits bei der Generierung. Man geht davon aus, dass ein Lead, soweit es im Netzwerk aufschlägt, valide ist. Dies ist ein großes Missverständnis, denn genauso wie bei Sales, gibt es ein Unterschied zwischen eingehenden und validen Leads.

Was ist ein generierter / eingehender Lead?

Nehmen wir an, auf einer Merchantseite gibt es ein Formular für die Anforderung von Infomaterial zum Thema Schuldentilgung. Dabei müssen typische Felder wie Name, Telefonnummer und Emailadresse eingetragen werden. Rein technisch gesehen also werden in vorgegebene Felder eine Ansammlung von Zahlen und Buchstaben erfasst und dieser per „Jetzt anfordern“-Button an den Advertiser übermittelt. Der Lead wird mit dem drücken des Buttons ausgelöst, der Trackingpixel befindet sich meist auf der „Bestätigungsseite“ der nach dem Versenden erscheint. Damit hat die Technik seine Aufgabe getan und dem Netzwerk mitgeteilt, dass eine Funktion ausgeführt wurde, die als Lead im Netzwerk hinterlegt wurde.

Wir haben also einen generierten Lead. Einige Publisher gehen fälschlicherweise nun davon aus, dass dies bereits für eine Verprovisionierung ausreicht, da der Lead ja im Netzwerk angezeigt wird. Sie sprechen hier von einem validen Lead, denn sonst würde es ja nicht im Netzwerk erfasst und im Reporting sichtbar sein.

Was ist ein valider Lead?

Das Wort valide allerdings wird nicht für die reine Tatsache, dass der Lead korrekt getrackt wurde, verwendet. Hier geht es um den eigentlichen Inhalt der versendeten Daten. Nach der Generierung erfolgt nämlich nun die Überprüfung der Daten. Dies macht in allen Fällen der Programmbetreiber. In vielen Fällen, bei Kontaktbörsen zum Beispiel, reicht dem Merchant es aus, wenn die Emailadresse über double-opt-in bestätigt wurde. Dabei versendet der Advertiser bei der Anmeldung eine Email an die, im Formular angegebene Emailadresse mit einem Bestätigungslink. Klickt der User auf diesen Link, hat er die Validität seiner Emailadresse bestätigt. Bei diesen Programmen verdient der Publisher zwischen 50 Cent und 2,50 EUR pro Lead.

Bei Leadprogrammen die Daten wie Adresse oder Telefonnummern abfragen, schaut die Sache etwas anders aus. Da hierbei meist Provisionen im zwei bis dreistelligen Bereich pro Lead gezahlt werden ist eine genauere Prüfung der gesendeten Daten notwendig. Anders gesagt, macht es ein Merchant nicht, so handelt er wirtschaftlich gesehen für sich selbst grob fahrlässig.

Die Validierung in dem Fall erfolgt meist per Anruf oder einer Kontaktmail an die angegebene Emailadresse. Geht die Person ans Telefon oder schreibt sie zurück und bestätigt dass die Angaben von Ihm stammen, so erkennt der Advertiser diesen Lead als valide an. Leider passiert es immer wieder, dass entweder einfach nur Telefonbücher abgeschrieben werden, sogenannte Mickey-Maus-Daten eingetragen werden (sinnlose Adressdaten) oder einfach Personen genannt werden, die nicht selbst das Formular ausgefüllt haben. Der Advertiser versucht dies mehrmals. Erfolgt nach 2-3 Versuchen immer noch keine positive Rückmeldung, so muss der Programmbetreiber davon ausgehen, dass der Lead nicht valide ist und storniert diesen im Netzwerk.

MERKE: Ein Lead ist nicht bereits valide, nur weil er korrekt im Netzwerk erfasst wurde, sondern erst nach der positiven Überprüfung der angegebenen Daten.

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  1. Daniels OM-Rückblick KW 11/2015 - Kolumne24.de | Kolumne24.de - […] mischt auch wieder mit und hat einen Artikel zu Leads für euch. Ist auf jeden Fall sinnvoll, für Leute…

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