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Sollen inaktive Partner aus einem Programm genommen werden?

Gerade eben las ich ein Artikel von Renzo Scheffer (DataBecker) bei 100pp.
Dort beschreibt er seine Problematik, inwieweit er inaktive Publisher aus seinem Partnerprogramm schmeißen sollte.

Die Frage an sich selber war eigentlich recht banal (sorry für die Wortwahl, beschreibt eigentlich nur, dass es eine verständliche Frage war, ohne viele Verwirrungen) und in meinen Augen auf jeden Fall eine Diskussion wert.

Was mich eher stutzig gemacht hat, war die Antwort von Marcus Lutz (Superclix).
Er offeriert hier, warum eigentlich Publisher überhaupt aus einem Programm entfernt werden sollen und Beschreibt ein Szenario, auf Grund dessen der Publisher ja nichts für seine Inaktivität kann.
Ich hatte hier gerade das Gefühl, eine Werbekampagne zu lesen. Denn die ganze Thematik lief nur auf eins hinaus. Es gibt ein Netzwerk, SuperClix, das seinen Publishern die mühselige Anmeldung und die damit eventuelle Wartezeit für die Freischaltung ersparen will.

Übrigens: Marcus Lutz ist Inhaber und Geschäftsführer von Superclix.

Damit ihr wisst um was es geht, hier ein kurzer Ausschnitt:

…Man kann sich doch einfach mal das ganze (meiner Meinung nach überflüssige) Bewerbungsmodell anschauen:…
…b) Da die Freischaltung x Tage (Wochen, Monate) dauert, bewirbt er sich auch bei einem anderen Anbieter, der ihn sofort freischaltet oder bei dem man sich erst gar nicht bewerben muß (z.B. SuperClix).
c) Nach x tagen (Wochen, Monaten) wird der Affiliate endlich freigeschaltet. Er hat aber keine Interesse derzeit, da er ja schon ein anderes Partnerprogramm gefunden hat…
…Genau das ist der Grund, weswegen viel Affiliates sich einfach mal auf Vorrat bewerben, falls denn irgendwo mal schnell ein Partnerprogramm benötigt wird, z.B. auch bei aktuellen Themen, zu wenigen Agentur-TKP-Buchungen usw.
Eine Rückfrage: Als Affiliate geht man im Affiliate-Marketing immer ein großes Risiko ein, da man ja “nur” nach Erfolg bezahlt wird. Warum dann soll man sich noch extra bewerben ? (Kontrolle kann – wie bei SuperClix…

Ich sehe hier die Sache ganz anders, und ich denke, ich spreche hier auch für beide Parteien.
Für Merchants genauso wie für Affiliates.

Die Argumentation von Markus, so finde ich, ist von Grund auf verkehrt.
Natürlich besteht die Möglichkeit, und auch am eigenen Leib erfahren, dass es teilweise irre lang dauert, bis ein Partnerprogramm freigeschaltet wird. Dies kann diverse Gründe haben, doch diese lege ich mal beiseite. Der Großteil der Partperprogramme weiß um die Sensibilität der Publisher und bemüht sich um die schnelle Bearbeitung der Anfragen.

Die manuelle Prüfung von Anmeldungen sehe ich, im Gegensatz zu Markus, als mit dem wichtigsten Schritt für die Qualitätssicherung der Sales & Leads für das jeweilige Partnerprogramm. Denn hier kommt ein Großteil der schwarzen Schafe erst recht nicht durch. Zudem ist hier bereits die erste Stufe für einen KAM oder einem Publisher Manager zu erkennen, ob sich ein guter, bereits bekannter Publisher, den man gleich kontaktieren sollt, anmeldet, oder aber eine neue Seite, die das Potenzial für eine super gute Zusammenarbeit hat. Das sind bereits Gründe, die in meinen Augen eine manuelle Freischaltung für ein Programm unumgänglich macht.

Zum Thema verärgerter Publisher:
Da die meisten Programme mittlerweile innerhalb von 1-3 Tagen die Freischaltung vornehmen, liegt hier lediglich in Ausnahmefällen eine extra lange Wartezeit vor. Das kann also kein Indikator sein, ein Programm nicht zu bewerben. Zudem wird im obigen Kommentar von Publishern gesprochen, die anscheinend bereits viel Erfahrung in dem Bereich haben, sodass sie bereits auf „Vorrat“ sich für Programme anmelden. Rein logisch betrachtet müssen es also Publisher sein, die bereits für andere Programme gut performt haben. Dies bedeutet aber auch, dass sie keine unbekannten Namen sind. Und diese Publisher nehmen sehr wohl auch mal den Zepter in die Hand und rufen durch, um Bescheid zu sagen. Also kann hier auch kein Grund vorliegen, die wirklich Publisher „sauer“ machen lässt.

Nun zum Thema Deaktivierung von inaktiven Publishern:
Jedes Programm schaut, wenn nicht alle halbe Jahr, aber doch spätestens zu Neujahr in seine Publisherstatistik, um zu sehen, wer, wie und vor allem wie viel generiert hat.
Dabei sind zwei Gruppen von inaktiven Affiliates zu unterscheiden.

1.     Publisher, die noch kein Sale, evtl. auch keine Views und Clicks generiert haben

2.     Publisher die bereits einige Sales generierten, doch auf ein Mal inaktiv wurden.

Bei beiden ist die Vorgehensweise gleich (und das kann ich Renzo auch nur Empfehlen):
Diese Publisher werden angeschrieben (oder sollten auf jeden Fall angeschrieben werden), bzw. falls es sich um bereits Bekannte aus anderen Programmen handelt, angerufen, warum in dem speziellen Fall nichts mehr läuft.

Nach einer gewissen Rücklaufzeit wird anschliessend entschieden, welcher Publisher das Programm verlassen sollte und welcher noch dabei bleiben darf.

Ich finde diese Vorgehensweise vollkommen in Ordnung und zwar als Agenturmitarbeiter genauso wie als Merchant.

Und sowas wie „auf Lager“ sich irgendwo anmelden, finde ich allein schon gegenüber dem Affiliate Manager als unfair. Denn jeder Publisher bedeutet Zeitaufwand. Jede Anmeldung ist irgendwo mit einer gewissen Arbeit verbunden. Davon merkt der Publisher nichts. Nur dass er gekündigt wurde.

Als Fazit kann ich nur sagen:
Wenn der Rausschmiss begründet ist, und dem Affiliate dabei auch die Möglichkeit gegeben wurde, sich zu dem Thema zu äußern, finde ich nichts Verwerfliches daran.
Meist ist es sogar so, dass er nicht ein Mal mehr mitbekommt, dass er für ein Programm nicht mehr werben kann. Erst, wenn er ein Gutschein oder eine gute Aktion sieht und dies auch auf seine Seiten bringen will.

2 Antworten to “Sollen inaktive Partner aus einem Programm genommen werden?”

  1. Marcus sagt:

    Hallo anonymer S.,

    Herr Lutz (meinereiner) hat wenigstens die Größe, seinen Namen hinzuschreiben und Sachen zu kritisieren, manch anderer hat das nicht :-)

    Zudem bereits geschrieben: Es steht jedem anderen Netzwerk auch frei, sich an Diskussionen zu beteiligen. Da ich natürlich nicht der Sprecher aller Netzwerke bin (will ich auch gar nicht), kann ich natürlich auch nur meine Sicht der Dinge darlegen, und das ist nun mal die Sicht von SuperClix.

    trotzdem viel Spaß noch im Netz,

    Marcus

  2. S. sagt:

    Dass Herr Lutz jedes Post eigentlich nur nutzt um Werbung für Superclix zu machen ist ja eigentlich allseitsbekannt… daraus resultiert wahrscheinlich auch die hohe Anzahl an getätigten Postings..

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