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Reziprozität im Marketing – Teil2

Im ersten Teil habe ich die Grundbegriffe der Reziprozität erklärt.

Im zweiten Teil nun geht es um die Frage, wie man dieses Gesetz der Gegenseitigkeit im Marketing anwenden kann bzw. bereits anwendet.

Der Grundgedanke der Gegenseitigkeit ist ja, dass ein Mensch für eine erhaltene, kostenlose Leistung sich in irgend einer Form revanchieren möchte. Und dies ist der Hebel, an dem man ansetzen sollte.

Geschenk: Zeit

Zeit ist Geld. Diese Devise beeinflusst unser Leben, unser Handeln und unseren Umgang miteinander. Heutzutage hat es jeder Eilig. Ob die schnelle Abhandlung im Patientenzimmer bei der Visite, ob beim DriveIn an der Fastfoodkette, oder eben auch die Costumer Jorney im Onlineshop. Sie ist darauf ausgerichtet, dass der Kunde so schnell es geht und ohne Umschweife sein Kauf abschliesst.
Zeit ist Geld. Zeit ist wertvoll. Und sollten wir auf die Idee kommen, jemandem unsere Zeit zu schenken, so wird diese Person dies auch positiv Werten.
Aber wie kann man Zeit schenken? Und das im Internet?
Ganz einfach. Man sorgt dafür, dass der Kunde sich gut betreut fühlt und mit allen relevanten Informationen versorgt wird, den er benötigt. Egal wie umfangreich und zeitintensiv dies sein kann.
Hierzu gehören aussagefähige und vor allem vollständige Produktbeschreibungen, zusätzliche Informationen, die ein Produkt noch weiter und tiefergehend beschreiben. Dazu gehört auch die Farbpsychologie, womit ich einen User zum Bleiben oder aber auch zum weiterklicken bewegen kann.
Zusätzliche Möglichkeiten sind ein FAQ (die häufigsten gestellten Fragen), Produktvideos, ein Avatar, der bei Fragen stets behilflich ist, eine Servicenummer die nur für Produktinformationen und für Fragen da ist, ohne einen direkten Kaufabschluss zu forcieren.
Die Spitze dieser Kette bietet natürlich ein Hilf-Chat, wie es Jochen Schweizer eine geraume Weile praktiziert hat. Hier konnte man direkt mit dem Anbieter der Seite per Chatfunktion in Kontakt treten und sein Anliegen Life bearbeiten lassen.

In dem Moment, wenn der Kunde merkt, dass dort ein Person oder eine Firma ist, die sich um ihn kümmert, wird er dies automatisch positiv werten. Vielleicht nicht bewusst direkt, aber indirekt. Und der User bekommt das Gefühl der Reziprozität und wird durch eine Handlung versuchen, dieses Geschenk zu erwidern.

Geschenk: Aufmerksamkeit

Der Mensch ist ein Rudeltier und kein Einzelgänger. Er lechzt regelrecht nach Aufmerksamkeit, nach einer Bestätigung der Einzigartigkeit seiner Person unter Milliarden von anderen Lebewesen der gleichen Spezies.
Bekommt er Aufmerksamkeit die ihm schmeichelt, ist die eine der besten Möglichkeiten, ihn zu einer Handlung zu bewegen.
Aufmerksamkeit erreicht den User durch personalisierte Ansprache in Emails. Durch Cookiegesteuerte Erkennung seiner Kaufgewohnheiten. Wenn er auf einer Seite wiederkommt und dort mit Namen begrüßt wird, wird er die Seite bereits positiver betrachten, als eine Webseite die ohne eine Personalisierung arbeitet. Schliesslich hört und liest man den eigenen Namen am liebsten.
Hierzu gehören auch die Veröffentlichung von Leserbriefen und Gastbeiträgen. Aber auch in Social Media bekommt Aufmerksamkeit eine sehr hohe Bedeutung. Wenn eine Firma sich öffentlich bei Facebook und Twitter mit Usern austauscht nimmt sie gleich zwei Aspekte für eine erfolgreiche Reziprozität ein. Die Aufmerksamkeit und die Zeit, die die Person für jeden einzelnen schenkt.
Indirekt Aufmerksamkeit kann auch Retargeting bedeuten, was zur Zeit ein heißes Thema im Affiliate Marketing ist.
Der User schaut sich ein Artikel an, kauft es aber nicht, bekommt aber ein-zwei Tage später auf einer ganz anderen Seite genau die Produkte angezeigt, für die er sich interessiert hat. Wenn er wirkliche Kaufabsichten hat, wird er definitiv auf diese Produkte noch mal klicken, und die Wahrscheinlichkeit dass er kauft, erhöht sich rapide.

Geschenk: Gutscheine

Gutscheine sind mit die offensivsten Werkzeuge, wenn es um Reziprozität im Marketing geht. Allerdings handelt es sich hierbei um eine sogegannte umgekehrte Reziprozität. Normalerweise wird ein Gegengeschenk erst mit der Annahme des Geschenkes der ersten Person “fällig”. Bei Gutscheinen ist es ein klein wenig anders. Denn erstens weiß der User, dass er nur dann in den Genuss des Gutscheins kommen kann, wenn er auch eine Ware kauft (siehe auch Positionierte Reziprozität). Dies Bedeutet, der Verkäufer stellt dem Käufer sein Geschenk in Aussicht.
Und zweitens ist dieses Geschenk meist an gewisse Vorgaben gebunden, Beispielsweise ein bestimmter Zeitraum oder ein Mindestbestellwert.
Nichtsdestotrotz stellen Gutscheine, Rabatte und kostenlose Angebote, die mit einem Kauf verbunden sind, einen definitiven Versuch dar, den Kunden in eine Gegenseitigkeit zu locken.

Geschenk: Kostenloses

Dies ist die reinste Form, wie Kunden dazu bewegt werden können, etwas zu tun oder zu kaufen.
Hierbei gibt es zwei Formen der kostenlosen Geschenke.
Einerseits bekommt ein Kunde ein Geschenk, wenn er eine Aktion wie Kauf oder Anmeldung durchführt. Beispielsweise erhält er ein Pfeife wenn er sich für den Newsletter seiner Fußballmannschaft anmeldet. Hierbei wird wieder das Geschenk in Aussicht gestellt, was bereits ausreicht, damit der User unser Wunsch ausführt. Diesen Weg wählt Yves Rocher und auch Eis.de mit Erfolg.

Die reinste Form der kostenlosen Geschenke ist allerdings, wenn für den User kein sichtbarer Zusammenhang zwischen Verkaufsabsicht und Geschenk besteht.
Beate Uhse hat als Werbung für sich, auf der Straße, direkt vor den Shops, Badepantoffel kostenlos verteilt. Allerdings mussten die Herren und Damen sich mit einem Schuh begnügen, den anderen konnten sie im Shop, natürlich kostenlos und ohne Kaufverpflichtung sich an der Kasse abholen. Nun gibt es sicherlich Menschen, die ohne weiteres reingehen, sich den Schuh abholen und wieder gehen. Doch die meisten, die sich trauten, hatten doch die Überlegung: “Wenn ich eh schon hier bin, kann ich mich auch umschauen.” Sie gingen davon aus, dass es ihr freier Wille war, doch in Wirklichkeit wollten sie das Geschenk, was sie bekommen haben, in irgendeiner weise wieder zurückgeben.

Geschenk: Standpunkt

Facebook macht es vor. Hier gibt es zu jeder noch so kleinen Angelegenheit, Weltanschauung und meinung eine eigene Gruppe, eine eigene Fanpage und noch mehr aufrufe, diesen Seiten als Fan beizutreten. Hier werden Gruppen gebildet, die der gleichen Meinung sind, die die gleichen Werte vertreten oder einfach nur die gleiche Weltanschauung, Mode, Meinung, Geschmack oder sonswas haben.
Und hinter der Geschichte stekt meist nur ein kluger Oppinion-Leader (Meinungsmacher) oder Werbefachmann.
Hier fühlt sich der User bei Seinesgleichen, hier fühlt er sich bestärkt in seiner Meinung, seiner Sichtweise und seinem Geschmack.
Und warum sollte er dann auch nicht glauben, dass natürlich nur diese Art von Klamotten cool, Autos in, Getränke am besten, billigsten, teuersten und sonstwasten sind? Und schon ist er bereit zu kaufen. Und wenn er nicht kauft? Es gibt nicht dur die Option “Kauf” die uns zur Verfügung steht. Manche der Kampagnen sind auch nur auf Reichweite ausgerichtet. Und klar, dass ein User, der in einer bestimmten Gruppe ist, dazu überredet werden kann, eine Nachricht per Mail, Messenger oder Twitter weiterzugeben.

Wie man sehen kann, gibt es mehr als genug Ansätze um dem User “ein schlechtes Gewissen” zu machen. Und die oben aufgeführten Beispiele sind nur die Spitze des Eisbergs. Allerdings kommt es immer auf die Zielgruppe und auf das Produkt an, in welcher Form man Reziprozität praktiziert.
Grundfragen dabei sind immer:

  • Zielgruppe,
  • Produkt,
  • Aktions-Wunsch (Kauf, Reichweite etc.),
  • Plattform auf der man die potentiellen User antrifft,
  • Laufzeit der Aktion

Es reicht aus, dem User das Gefühl zu geben, dass er etwas Umsonst und ohne die Verpflichtung, dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen, bekommt. Schon schnappt die Falle zu.

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Dress for less macht Ernst

Dass das Partnerprogramm von Dress for less die Gutscheinpublisher mittlerweile systematisch aus dem Programm haben will ist schon bekannt.
Wie dies bewerkstelligt wird, habe ich heute von einem befreundeten Publisher erfahren dürfen, der mir seine Email zur Verfügung gestellt hat.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir fordern Sie hiermit auf, unverzüglich die Hinweise sowie die Links mit den Hinweisen zu unseren Gutscheinen von Ihrer Seite zu entfernen, spätestens jedoch bis 22:00 Uhr, da wir anderenfalls rechtliche Schritte gegen Sie einleiten.

Mit freundlichen Grüßen
dress-for-less GmbH

Da hat jemand mal im Internet recherchiert wie man solche Emails schreibt, ohne darüber nachzudenken, dass solch ein Ultimatum etwas herb ist?

Würde mich schon interessieren, wie viele diese Mail erhalten haben *smile*

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Reziprozität im Marketing – Teil1

Reziprozität, das Prinzip der Gegenseitigkeit spielt eine enorme Rolle in der sozialen Gesellschaft. Um mit diesem Prinzip umzugehen, sollte man die Begrifflichkeiten aus der Soziologie und der Psychologie kennen und verstehen.

In der Soziologie bezeichnet Reziprozität das Miteinander der Menschen, das Grundprinzip des menschlichen Handelns.

In der Psychologie besagt die Reziprozitätsregel, dass Menschen, die etwas erhalten, motiviert sind, hierfür auch eine Gegenleistung zu erbringen.

Es gibt vier verschiedene Arten von sozialer Reziprozität.

Direkte Reziprozität

Als direkte Reziprozität, auch „tit for tat“ (wie du mir, so ich dir) genannt, bezeichnet man die direkte gegenseitige Handlung in einer Form des Tauschhandels.

a)      ich gebe dir was
b)     du nimmst mein Geschenk an
c)     du erwiderst meine Gabe

Durch diese normale menschliche Handlung entsteht eine Bindung zwischen zwei Personen. Der Druck der durch den ersten Geber auf den zweiten Ausgeübt wird, hängt sehr stark von seiner Gabe und der verstrichenen Zeit bis zur Gegengabe ab.

Es entsteht eine personelle, wie auch gesellschaftliche Erwartungshaltung, die keine Worte bedarf. Allein die Tatsache setzt eine Gegenseitigkeit voraus.

Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist ein Liebespaar. Sie schaut ihn an und sagt „Ich liebe dich!“ Er ist so gut wie gezwungen, auf ihr „Geschenk“ einzugehen und dies auch dementsprechend zu „vergüten“. Je länger er mit einer Antwort wartet, umso mehr Spannung baut sich auf, und umso mehr wächst auch das Gefühl der Beklemmtheit.

Generalisierte Reziprozität

Obwohl das Wort „generalisiert“ die Tatsache an sich sehr beschränkt, geht es hierbei nicht um eine direkte Reziprozität. Generalisiert bedeutet in diesem Fall, dass die Gegenseitigkeit durch ein bestimmtes Merkmal, wie ethnische Zugehörigkeit, Hautfarbe oder Familienzugehörigkeit entsteht, bei der der Gebende keine direkte Gegenleitung erwartet oder in Anspruch nehmen möchte, sondern diese Wider-Gabe auch durch eine dritte Person erfolgen kann, die dieses Merkmal mit dem Empfänger Teilt. Beispiel hierfür wären Clans oder Jugendbanden, bei der man für eine Tat auch andere, dritte Personen in die „Schuld“ mit einbeziehen kann. Auch das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ergibt eine generalisierte Reziprozität, da die Eltern die ja die Kinder aufgezogen haben, eine Erwartung haben, durch diese im Alter selbst gepflegt zu werden.

Positionierte Reziprozität

Dies bezeichnet die Tatsache, dass eine der beiden Parteien ohne die andere Partei gar keine Daseinsberechtigung hat. Gutes Beispiel hierfür ist der Sieger und der Verlierer.

Ohne den Verlierer könnte es im Wettkampf auch keinen Sieger geben.

Eine zweite Möglichkeit ist es, wenn eine Partei die Gegenpartei erzeugt. Fast wortwörtlich dies wäre im Falle der Beziehung zwischen Vater und Sohn. Ohne den Sohn könnte der Mann in dieser Gegenseitigkeit die Rolle des Vaters gar nicht einnehmen.

Reziprozität der Perspektive

Bei einer Wechselwirkung der Gegenseitigkeit geht es nicht immer nur um Güter, die angefasst werden können. Reziprozität der Perspektive bezeichnet die Möglichkeit, auch einen Standpunkt oder Meinung eines anderen Anzunehmen um ihn dadurch auch zu bestimmten Handlungen zu bewegen, oder den Gegenüber für eine bestimmte Haltung zu gewinnen.

Politische und marketingtechnische Maßnahmen zielen oft darauf, einer Bevölkerungsgruppe ein Bild vorzugeben, auf Grund dessen diese wiederum zu bestimmten Handlungen bewegt werden.

Im zweiten Teil geht es um die Positionierung der Reziprozitätsregel im Marketing, und wie man diese für sich nutzen kann.

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Active-top-performance-Lounge in Hamburg

Nachspiel, oder der Kaptain Morgan danach:

Irgendetwas furchtbar Schreckliches sorgt für ein jähes Erwachen.

Dieses knirschende Geräusch, das sich unerbittlich bis in die hintersten Regionen meines Gehirns bahnt kommt mir nach 1-2 Minuten bekannt vor. Ach ja das Telefon bimmelt.

Leicht erinnere ich mich. Vorsorglich habe ich ja gestern um ein Wake-Up-Call gebeten. (Danke mein Schatz *grins*)

Dankbar verfluche ich die Gute, ob ihrer Pünktlichkeit. Konnte sie nicht einfach mal ein zwei Stunden, oder besser Tage später anrufen?

Mit einer Stimme, die eher an eine ungeölte Kreissäge als an meinen sonst so sonorisch-brummigen „Guten Morgen“ erinnert, danke ich meinem Rache-Engel und versuche die Räumlichkeit, in der ich mich befinde, wieder in Erinnerung zu rufen. Das Bett, das verdächtig wackelt und sich gefühlte 4 Meter über dem Boden befindet, die Vorhänge, dessen Farbe ich trotz der 1 Meter Entfernung noch nicht ganz beschreiben kann, der Schreibtisch, dessen Kante noch schmerzlich in meiner Seite zu spüren ist und der Weg ins Bad, mein Ort der Zuflucht, der Erlösung und die Göttin des Wassers, die dort auf mich wartet.

Im leichten Halbschlaf kommen langsam die Erinnerungen an die letzte Nacht wieder und lächelnd verwehre ich mich dem Drang nun aufzustehen, als der eigentlich Weckruf des Hotels mich so dermaßen überraschend kalt erwischt, dass ich mich vor Schreck auf die falsche Seite wälze, diese gefühlten 10 Meter richtung Boden segle, vorsorglich die Stirn auf das Nachtkästchen knalle und unsanft auf dem Boden der Tatsachen ankomme. Ich bin wach!

Gott was war das gestern Abend? Vorsichtig versuche ich eine Rekapitulation der gestrigen Ereignisse auf der Active Performance Lounge, was erstmal in Kapitulation endet. Nicht vor dem ersten Kaffee, vor etwas festem im Magen und einer Zigarette. In dieser Reihenfolge.

Vorspiel, oder ein iPhone stillt kein Hunger:

Ich bin bereits seit Mittwoch Abend in Hamburg. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass Hamburg (nach München natürlich) die tollste Stadt ist, die ich je besucht habe?

Nach einem doch anstrengenden Tag mit mehreren Terminen übermannte mich Donnerstag Nachmittag der Schlaf. Als ich früh abends etwas verschlafen aus meinem Zimmer geh, um vor dem Hotel eine zu rauchen, laufe ich Simon, Frau De Lopez von Sparhandy und Roger von wono.de in die Arme. Supergeil, dass ich leicht verpeilt nicht mal ganz mitbekomme wer die Herrschaften waren. Wir verabreden uns zum Abendessen, und ich erwische, immer noch verpeilt auch Beate und Maggie. Anscheinend ist das Holiday Inn begehrt an diesem Abend.

Nachdem wir noch zwei Jungs von Contecco am Empfang aufgabeln, bestellen wir ein Taxi um uns mit weiteren wichtigen Personen des öffentlichen Affiliate-Lebens in einem der 5 Blockhäuser zu treffen. (übrigens Stephan, was bedeuten die Gurken auf der Rückseite deiner Visitenkarte?)

Nachdem unser bestellter Promi-Lieferwagen auch nach 20 Minuten durch Abwesenheit glänzte, wollten wir zu Fuß los, doch trotz drei iPhones hatten wir es dann nur bis zur nächsten Straßenecke geschafft. Hätten wir vielleicht den Herrn fragen sollen, der in Google-Streetview-für-Senioren-Manier sein Laptop auf einem Rolltisch durch die Straßen schob? Der iPhone hätte uns definitiv verhungern lassen.

Neben dem tollen Essen im Einstein waren die Themen unserer Unterhaltung sehr aufschlussreich. Rogers Anekdote über seine übersinnliche Erfahrung mit der Steuerfahndung faszinierte mich genauso, wie die anschliessende Diskussion über rechtliche und steuerliche Probleme beim Domainkauf und Domainverkauf.

Gut genährt, doch noch ohne Alkohol ging es dann geschlossen zur Active Performance Lounge im H1.

Hauptakt, oder ´till ten work, than afterwork:

Absolutely Fabulous. Anders kann ich das wirklich nicht bezeichnen. Die drei von der Tankstelle traf ich bereits letzte Woche bei der Maotec-Party von Andy und Lars (ich weiss Jungs, der Bericht steht noch aus!) Bereits dort sprachen wir von Active Lounge, wofür es steht, warum es organisiert wird usw. Der Vorsatz der Veranstaltung ist es, Networking und Feiern unter einen Hut zu bringen, ohne ausschweifend zu werden, doch unter sich zu sein und einfach mal nach getaner Arbeit die Sau raus zu lassen. Die bisherigen Veranstaltungen haben alle ein Manko. Man feiert entweder, wie auf bestimmten Netzwerkpartys, oder man betreibt Business-Conversation. Auf meiner geliebten Networkxx z.B. gehen die Jungs anschliessend feiern. Active Performance will mit der Lounge eine Gelegenheit schaffen, sorglos seinen geschäftlichen Verpflichtungen nachzugehen, ohne die Leute anschliessend entlassen zu müssen. Die Devise: „´till ten work, than afterwork“

Hauptsponsor des Abends war Check24.de, die vor Kurzem erst ein neues Affiliate Partnerprogramm gestartet haben und nun auf Promotour sind. Bereits unten am Empfang sah man, wie viele sich für das Event angemeldet haben. An drei Stationen, nach Buchstaben aufgeteilt und in Reih und Glied gestellt, konnte man seine begehrte Namenskarte abholen, ohne die man bei der Security (übrigens auch Check24 gebrandet) abblitzte.

Kurz in den ersten Stock geflitzt, an den sehr reizvollen Hostessen vorbei (wie ihr merkt, es wurde wirklich an nichts gespart), im Lounge angekommen, die erste nüchterne Analyse:

Es wird eine verdammt lange, anstrengende aber auch lustige Veranstaltung.

Beim ersten Blick schon festgestellt, locker die Hälfte der anwesenden Gäste kenne ich. Es war also an der Zeit, auch die andere Hälfte kennen zu lernen. Ich bin mittlerweile gewohnt, die Herren und Damen von Affilinet deutschlandweit anzutreffen. Wozu eigentlich in München ein Termin ausmachen, wenn wir uns eh auf irgendeiner Veranstaltung sehen *smile* Besonderst gefreut hat es mich diesmal allerdings dass ich auch Tradedoubler und  CJ getroffen habe. Netzwerke, die in letzter Zeit eher etwas zurückgezogen im Hintergrund agiert haben. Der letzte Woche geknüpfte Neukontakt zu Vitrado musste natürlich gleich gefestigt werden, und auch einen alten Bekannten von Zanox, noch aus Quisma-Zeiten habe ich doch wieder getroffen.

Vielleicht auch hinsichtlich des späteren Verlaufs waren die Leute gestern allesamt sehr chillig und es ergaben sich wirklich hervorragende Gespräche. Auch bei anderen kleinen Gruppen habe ich mich als Lauscher dazugestellt… was man so nicht alles erfährt?!

Die erste Hälfte der Veranstaltung hat definitiv sein Ziel erreicht. Active Performance hat aus den Fehlern der allerersten Veranstaltung gelernt. Diesmal gab es die harten Sachen erst nach 10, das Licht war heller und die Musik leiser, somit konnten die Leute sich voll auf das Geschäft konzentrieren. Die üppigen Schönheiten in Rot und Weiss servierten hierzu als flying catering Fingerfood.

Es wurde Zeit, die zweite Hälfte einzuläuten.

Punkt 22 Uhr wurde es Absolut Zeit. Die Active-Jungs sind bekannt für ihr Faible für Vodka-Bull, und vorsorglich wurde mehr als reichlich von allem organisiert. Ich habe mich auch dazu entschlossen, Absolut treu zu sein, und nur der eine oder andere Jägermeister kam da in die quere. Allerdings ist es sehr wundersam, wie Leute sich verändern, wenn sie, oder eben ich, oder sogar beide Alkohol getrunken haben. Da wird aus einem versteiften Geschäftsführer der Held des Abends und der sonst so stille Publisher entpuppt sich als Hardrock-Dancer. Das Lächeln wurde breiter, die Gesichter wurden entspannter und irgendwann auch verschwommener (das lag ausschliesslich an der Beleuchtung und der Nebelmaschinen und zeigt keinerlei Rückschlüsse auf den Alkoholpegel. Anm.d.Red)

Die Musik brummte, dank der Sponsoren waren alle Getränke frei, und früher oder später fand man sich immer wieder auf der Tanzfläche. Und wir wären nicht in Hamburg, wenn nicht auf der Männertoilette direkt in Augenhöhe auf einem Großbildfernseher nackte Schönheiten sich räkeln würden. Aber so was gehört nun mal zu Hamburg wie die Wiener zum Deutschländer (wer Twitter liest ist klar im Vorteil). Gespräche waren zu dieser Uhrzeit oben kaum noch möglich. Schliesslich ging es da ums Feiern. Darum ging ich immer wieder mal an die frische Luft um mit Leuten zu schnacken. Allerdings muss ich gestehen, dass meine Lust auf Konversation mit dem Verlauf des Abends indirekt proportional zum steigenden Alkoholkonsum sank, weil irgendwann die Knie sich mit den Eisentreppen nicht vertrugen.
Trotz des ganzen Feierns gab es gerade mal zwei kleine Zwischenfälle. Eine Dame litt anscheinend etwas unter Sauerstoffmangel und ein Browsergame-Publisher versuchte irgendwie seine verlorene Selbstbeherrschung sich noch mal durch den Kopf gehen zu lassen, wobei ein Secutiy-Mitarbeiter ihm dabei brüderlich zu Hilfe eilte.

Bei gefühlten 500 Gästen war das ein ruhiger Abend mit viel Spass, vielen neuen Kontakten und, wie ich seit heute Morgen weiss, auch viel zu viel Absolut RedBull.

Habe ich es eigentlich richtig mitbekommen, dass Porno-Ralle auf ein mal mit einer Strech-Limo vorgefahren ist? Ich weiss es nicht mehr.

Übrigens, anscheinend ist das Sammeln von Namensschilder inzwischen als etablierter Affiliate-Sport anerkannt. Ich sollte vielleicht eine Liga gründen. In meiner Tasche befanden sich heute morgen, warum auch immer, folgende Namensschilder:

Heiko Staab – Traffective

Beate Stapf – Affilinet

Guido Bock – Active Performance

Philipp Klöckner – Idealo

Christoph Fritz – Affilinet

Roland Von Herget – abilicom

Yvonne Tesch – Run a Shop

Alexander Krösser – pilot 1/0

Zudem noch zwei selbstgemachte Schilder, von Sascha Schlüter und Sören Spreng.

Die Schilder werden gegen eine kleine Spende an eine deutsche Hilforganisation zugesandt (inkl. Backlink), ansonsten kommen sie an die Lost-Wand der Schande.

Frag mich echt einer wie ich an die Schilder gekommen bin *grübel*

Gegen keine Ahnung wie viel Uhr, es war noch Dunkel, ging ich mit Stephan von contecco wieder zu unserem Hotel. Zimmer Nr. 4 war nicht mehr wach zu bekommen, oder noch gar nicht zurück? Ich ging in mein Bett. Und damit schliesst sich der Kreis.

Resume, oder ich habe Küchentraffic:

Eine kleine Auswahl an Sprüchen, die ich gestern gehört habe:

„ich habe Küchentraffic“ – von einem Seo-Publisher

„ich denke voraus und erspar dir die Antwort“ – von Steffi

„ich mache viel Handyscheiss.de“ – von Benjamin

Eine super gelungene Veranstaltung, tolle Organisation, klasse Netzwerkmöglichkeit und eine geile Party.

Marcel, Patrick und Ingo ihr habt nicht zu viel Versprochen, und alles gehalten!

Vielen lieben Dank dafür.

Die Active Performance Lounge wird definitiv ein fester Bestandteil meiner Jahresplanung.

Ich sitze nun im Zug, habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und habe Aspirin dabei, die ich nicht auflösen muss.

Ich habe auch endlich einen guten Espresso am Bahnhof erwischt, die Beule an der Stirn schmerzt nicht mehr als der Magen vom Alkohol und die Seite vom Schreibtisch, und mittlerweile einigermaßen hergerichtet schaukel ich in Richtung Heimat. Nur dieses Knacken in der Großhirnrinde, wenn aus dem Lautsprecher die leicht ostdeutsch angehauchte Stimme der Zugbegleiterin im militanten Tonfall eine weitere Verspätung durchsagt, macht mir ein wenig zu schaffen. Die Bahn versucht hierzu noch zu beweisen, dass die Klimaanlage sehr wohl funktionieren kann, auch bei 10 Grand und Dauerregen. Mittlerweile hat der Eisverkäufer seine Box geöffnet, um sein Eis zu kühlen.

PS: die tolle Organisation kann man auch an Kleinigkeiten sehen. Der extra bestellte Fotograf gab mir eine Visitenkarte auf meine Anfrage, wo denn die Fotos zu sehen sein werden. Ich dachte wenigstens dass es eine Visitenkarte war, bei den Lichtverhältnissen konnte ich es nicht besser sehen. Heute Morgen fand ich folgenden Spruch auf  der Karte:
dein Foto und alle Eindrücke der active lounge findest Du morgen auf www.facebook.com/activeperformance

Knapp und Gut: Jungs von Active, ihr seid cool, Hamburg du bist cool und Absolut… du bist absolut!

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Die Geschichte des Internet

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Teddy versichert

Manchmal kann Werbung sehr daneben liegen und wirklich pietätlos sein.

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Check24 Stromvergleich, Gasvergleich und DSL-Vergleich

Mit Check24 ist ein neues-altes Stromvergleich, Gasvergleich und DSL-Vergleich-Partnerprogramm gestartet.

Die Nachricht in der Pressemitteilung war klar: das alte Partnerprogramm von wechseln.de, Strompartnerprogramm.de wird umfirmiert.
Der neue Brand heisst Check24 , das neue Partnerprogramm ist unter www.check24-partnerprogramm.de zu erreichen.
Die vor 2 Jahren (2008) gegründete Firma ändert auch an der Geschäftsleitung nichts, der neue und alleinige Vorstand ist der bisherige Geschäftsführer Jan Schust.

Das kling alles sehr spannend, doch für die Affiliates sind eher folgende Informationen bei dem neuen Check24-Partnerprogramm wichtig:

Der ausgfüllte Antrag wird stornofrei mit 16,50 EUR vergütet!

Stornofrei bedeutet: kommt der Antrag beim Versorgungsunternehmen an, gibt es Provision. Unerheblich ist, sollte der Antragsteller und/oder die Vergleichseite den Antrag wiederrufen. Der Publisher erhält trotzdem seine Provision.

Dies dürfte ein verlockendes Angebot sein, um Partner für das neue Partnerprogramm von Check24 zu gewinnen.

Ob das allerdings auch ohne Frauder funktionieren wird, bleibt noch die spannende Frage.

Check24-Partnerprogramm.de startet mit Stromvergleich, Gasvergleich und DSL-Vergleich und wird die ANgebote noch weiter sukzessiv ausbauen.

Zur Zeit läuft das neue Stromvergleich, Gasvergleich und DSL-Vergleich-Partnerprogramm bei Affilinet und Belboon.

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Lokalisten und flirtfair.de

Gerade eben wollte ich bei den Lokalisten rein. Durch Zufall vergaß ich einen Buchstaben und landete statt auf lokaliste.de auf flirtfair.de

Das Interessante daran ist, dass dort die Farben von Lokalisten auftauchen. Auch wenn man direkt auf flirtfair.de geht bekommt man eindeutig das Gefühl, dass da eventuell Lokalisten im Spiel sein könnten. Vor allem wenn im Quelltext als Refferer-Info:

value='http://www.flirtfair.de/landing2-42.htm?
pid=11242|text=lokalisten'

steht. Ob das wirklich so gewollt ist? Auf jeden Fall lässt der Jugendschutz grüßen, bei Angaben wie One Night Stand, Seitensprung, heiße Affairen und erotische Abenteuer :)

Oder ist das etwa die verschärfte Version von Lokalisten? Die Aussage: “One Night Stand – Ohne Verpflichtung” sagt genug *lach*

Bin neugierig, was dahinter stecken mag. Lokalisten hat kein Partnerprogramm, aber flirtfair.de schon.

Das Gewinnspiel-Partnerprogramm läuft bei CJ und 24interactive.

Schaun wir mal wie Lokalisten auf meine Mail reagiert hat *lach*

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Verlosung – komdat.com wird 10 Jahre alt

Wieder mal ein runder Geburtstag. Diesmal feiert komdat.com (Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierund und Affiliate Marketing) sein 10jähriges Bühnenjubiläum. Und natürlich lassen es sich die Jungs und Mädels nicht nehmen und lassen auch andere an der Feier teilhaben, und verlosen 10 kostbare SEO-Analysen für Firmenwebseiten.

Wie viele der heutigen Agenturen hat auch komdat.com mit nur 3 Mann 2000 angefangen und mauserte sich peu a peu zu einem Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern an. Ich geh mal davon aus, dass die außenstellen Frankfurt/Main und New York nicht nur zur Prestigesteigerung dienen *lach*

Für euch auf jeden Fall wichtig – die Verlosung:
10 Wochen lang wird komdat.com je ein Gutschein für eine SEO-Analyse für eine Unternehmensseite (gewerblich) verlosen.
Zudem gibtes auch noch ein Starterpaket für den OXID eShop, einer Shoplösung für den e-Commerce.

Zum Mitmachen müsst ihr direkt auf die Aktionsseite unter komdat.com/zehn
Bewerberformular ausfüllen, Geburtstagsgruss senden und dann auf Glück hoffen.

Übrigens… ihr dürft auch einen Geburtstagsgruss schicken, ohne am Gewinnspiel teilzunehmen.

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Clash Media insolvent – und die Geier kreisen

Heute bekam ich gleich mehrfach die Meldung, dass der bekannte Lead-Generator Clash Media Insolvenz anmelden musste.

Zuerst kam die Nachricht über meine Publisheraccounts, dass alle generierten Leads bis auf weiteres offen bleiben.

Anschliessend die Benachrichtigung und die direkte offizielle Stellungnahme von Clash Media durch Dirk Gerrard:

nach dem wir es gestern erfahren haben, möchte ich Sie offiziell darüber in Kenntnis setzten, dass unsere Muttergesellschaft in UK, den Geschäftsbetrieb der Clash Media GmbH in Deutschland, mit dem Büro in München einstellt und heute Insolvenz beantragen wird.

Das alles läuft im normalen Rahmen, nichts ungewöhnliches. Schliesslich ist es nicht die erste Firma, die so ein Schicksal ereilt.
Bemerkenswert war allerdings die Tatsache, dass versehentlich einige der Adressanten direkt sichtbar eingetragen wurden.

Dies nahm anscheinend auch eine findige Agentur als Grund, um sich gleich zu profilieren. Denn gerade eben kommt eine Mail bei mir an:

Sehr geehrte Geschäftspartner,

die Meldung, dass die Firma Clash Media Insolvenz angemeldet hat ist Ihnen bestimmt auch zugegangen. Ich hoffe es hat Sie in Ihrem laufenden Prozess nicht direkt betroffen. Falls Sie einen langfristigen und solventen Partner suchen, der Sie in diesen Themen weiterhin unterstützt und auch ergänzende Dienstleistungen anbieten kann, freuen wir uns von Ihnen zu hören.

Wir als Otto Tochter stehen für Beständigkeit

Die Firma Coxulto Marketing Solution GmbH scheint hier ein Händchen für schnelle Entscheidungen zu haben.

Wirtschaftliche und ethische Meinungen sollten von jedem selbst getroffen werden.

Übrigens, die Xing-Profile deren, die jetzt gezwungenermaßen einen neuen Job suchen findet ihr hier.

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