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Ist Social Media nur Facebook und Twitter?

Facebook ist das Google des Social Media. Soweit stehe ich hinter diesem Satz. Die Zahlen sprechen für sich.

Auch die Tatsache, dass Facebook mittlerweile an die Börse will zeigt, wie stark sich diese Plattform im Social Media Boom gewachsen ist. Dass Google bereits bei den Zugriffszahlen gegenüber Facebook schlechter dasteht, unterstreicht diese Aussage.

Bei Twitter ist es ähnlich, wobei keiner bisher wirklich weiss, wie sich die Zwitscherplattform finanziert und was die Betreiber nun wirklich von diesem Projekt halten. Tausende nutzen es. In fast jeder Marketingsitzung fällt der Begriff Twitter als mögliche Social-Media Komponente, oder, wenn bereits vorhanden, wie man diese Plattform noch zusätzlich auszubauen ist.

Natürlich sind diese Überlegungen sinnvoll, denn so wie vor einigen Jahren keine Firma, die was auf sich hielt, ohne eine eigene Webseite auskommen konnte, ist es mittlerweile Pflicht, ja teilweise überlebenswichtig, im Socialmedia mitzuwirken.

Doch habe ich manchmal das Gefühl, dass in vielen Firmen nur noch Facebook und Twitter als mögliche Plattformen für Social Media in Betracht gezogen wird. Und hier liegt der große Fehler.

Denn nicht immer sind diese zwei, sonst so erfolgreichen Möglichkeiten, die richtige Wahl.

Facebook
Der so oft hervorgehobene Vorteil: 500 Millionen mögliche, erreichbare User.

Die Wahrheit: Die meisten Deutschen Firmen haben Ihre Zielgruppe auch fast ausschliesslich in Deutschland. In Deutschland leben ca. 80 Millionen Menschen, davon sind etwa 22 Millionen User bei Facebook registriert. Hierbei sind aber Mehrfachaccounts und Firmenaccounts inbegriffen.
Die Zielgruppe vieler Firmen ist meist eine eingegrenzte Altersgruppe von ca. 5-20 Jahren Altersunterschied.
Damit bleiben von den 22 Millionen vielleicht etwa 3 Millionen User, die in Frage kommen.
Zieht man hier noch 1/3 für doppelte Accounts ab, bleiben noch etwa 2 Million User von den angeblichen 500 Millionen erreichbaren Facebookianern. Wie ich in meinem letzten Artikel über soziale Netzwerke geschrieben habe, sind etwa 40% der User Fans von mindestens einer Marke oder Firma, und als potentieller Kunde interessant. Damit wären wir bei etwa 800.000 User, die sich entschlossen haben, sich öffentlich für eine Firma / Marke zu zeigen und damit auch empfänglicher für Werbebotschaften sind.

Die größte Stärke von Facebook ist auch gleichzeitig seine größte Schwäche. Durch das immense Wachstum und der wahnsinnig hohe Aktivitätsindex der User, ist jede Firma in direkter Konkurrenz zu seinen Mitbewerbern und wird auch gleichwertig behandelt. Egal was passiert, die eigene Marke ist lediglich einer unter Tausenden. Kaum eine Möglichkeit, soweit die Marke nicht bereits einen gewissen Status erreicht hat, dies zu ändern. Und wenn doch, ist es mit solch hohen Kosten verbunden, dass sich jeder fragen sollte, ob das Kosten-Nutzen-Prinzip noch Gültigkeit hat. Natürlich gibt es Möglichkeiten, die eigene Fanpage aufzublasen und Fans einkaufen. Allerdings sind diese Fans keine wirkliche kaufbereite Gruppe und zum Schluss kann man sicherlich dem Vorstand eine ansehnliche Zahl präsentieren, doch bei den, über Facebook vermittelten Sales ist das Verhältnis minimal.
Hinzu kommt auch die nachlassende Bereitschaft der User, auf Werbemittel zu klicken, die, wie bei Google, auf der rechten Seite jeder Page zu finden ist. Diese fehlende Klickbereitschaft macht die meisten Werbeanzeigen überflüssig und wertlos.

Alles in allem ist Facebook sicherlich eine sehr gute Möglichkeit sich zu präsentieren und vielleicht für manche DIE PLATTFORM um social Media anzukurbeln, doch sollte durch die allmächtige Globalisierung auf Nischen zurückgegriffen werden, die vor allem kleineren Firmen bessere Conversionrates bescheren.

Twitter
Twitter ist eine sehr beliebte Form der Kommunikation geworden. Immer mehr Firmen entdecken die Möglichkeit, über einen eigenen Firmenaccount die User zu erreichen. Doch setzt man auf die alleinige Mischung Twitter+Facebook auf das falsche Pferd.
Denn twitter wird nur dann gelesen, wenn man die sogenannten Follower besitzt. Und bei twitter kann man nicht immer sagen, wer einem folgt. Ich sehe das an meinem Twitter-Account. Ich habe die ersten 100 Follower bekommen, kurz nachdem ich mich angemeldet habe. Zwei Wochen später habe ich 150 Follower rausgeschmissen, weil es laute ausländische Accounts waren, die in die Kategorie Sex&Drugs gefallen sind. Keine dieser Leser konnte wirklich was mit meinen Artikeln und Tweets anfangen.
Wenn eine Firma twittert, versucht sie User zu erreichen, die sich bereits in irgendeiner Form mit einem Produkt oder Marke identifizieren und Interesse an den Nachrichten haben. Doch das sind die wenigsten. Eine Facebook-Twitter-Mischung bedeutet erstmal User suchen, User binden, Follower und Fans generieren und dann versuchen, diese zu halten und zum Mitarbeiten zu bewegen. Denn Web 2.0 bedeutet Mitmach-Web.

Dies bedeutet allerdings auch erstmal immense Kosten. Denn nicht jede Firma hat die Zeit und die Muße 1 Jahr zu warten, bis vielleicht 200-300 Community-Mitglieder zusammengetrommelt wurden.

Social Media Mix
Ein erster Ansatz, um die vorhandenen Ressourcen richtig zu nutzen ist es, andere Plattformen in den Social-Media-Mix mit einzubeziehen. Hierzu gehören auch Blogs und Foren. Und damit ist nicht nur der eigene Firmenblog gemeint, sondern die rege Teilnahme an Diskussionen, die Suche nach Themenrelevanten Blogs. die man für eine Zusammenarbeit, oder wenigstens für ein Backlick nutzen kann und natürlich auch die Weitergabe an nützlichen Informationen in Foren, die zum eigenen Produkt passen.

Damit schafft man einerseits Vertrauen, denn die User hören auf die, die sich im Netz kompetent geben. Zum zweiten sorgt man automatisch dafür, dass interessierte User, also mögliches Klientel, auf die Produkte, auf die Marke oder auf die eigene Firma aufmerksam werden, sich damit auseinandersetzen und schlussendlich auch die Produkte oder die Dienstleistung in Anspruch nehmen wollen.

Alternative Social Commities – Soziale Netzwerke
Nischenprodukte verlangen Nischennetzwerke.
Und mit Nische meine ich nicht den Schraubenzieher für Linkshänder.
Eigentlich ist fast jedes Produkt für eine spezielle Nischengruppe konzipiert. Ruten sind für Angler, Spiegelreflexkameras sind für Fotografiebegeisterte und Babysachen sind für werdende Mütter. Jedes Produkt, das nur eine spezielle Zielgruppe nutzt, ist ein Nischenprodukt.
Dies bezieht sich aber nicht nur auf Produkte sondern auch auf geografische Gegebenheiten – Stichwort Geotracking.
Wenn ich gerne Menschen in München erreichen möchte, kann ich natürlich versuchen über Facebook User zu finden… oder ich nutze besser ein Netzwerk (in dem Fall Lokalisten), welches fast ausschliesslich in Bayern, meist im Münchner Umland verwendet wird.

Der Vorteil eines Nischennetzwerkes liegt auf der Hand. Die Mitglieder eine Community die sich geografisch oder auf Grund einer besonderen Zugehörigkeit gebildet hat, ist für das Produkt in diesem Sektor wertvoller, als Unmengen an nicht definierten Usern in einer Supercommunity wie Facebook. Zudem gibt es hier nicht die Anzahl an Mitbewerbern, die den Markt verwässern könnten. Hier ist die gut Platzierte Werbung auffällig, Community- und damit auch Userbezogen.
Und so wird aus dem Nachteil ein Vorteil. Denn vielleicht gibt es hier nicht so viele Besucher wie bei Facebook, doch die User die sich in einer Nischencommunity anmelden, haben ein erheblich größeres Potential zu Käufern zu werden.

Bei sinkenden Klickzahlen erhöht sich die Conversion-Rate.

Es ist wie beim Angeln. Im Meer gibt es viel mehr Fische als in einem Forellensee. Doch die Wahrscheinlichkeit, einen guten Fang zu machen ist im Forellensee größer!

Linktipp: Eine gut sortierte Auswahl einer Community-Liste

Möchten Sie mehr über dieses Thema erfahren, empfehle ich Ihnen www.affilex.de

3 Antworten to “Ist Social Media nur Facebook und Twitter?”

  1. Tibor sagt:

    Hi Thomas, danke für den Kommentar. Sorry für den Fehler, habe es auch gleich korrigiert :)
    Es geht in meinem Artikel weniger darum dass ich Facebook als Werbeplattform nicht schätze. Hier geht es eher um das Thema, dass Facebook, auf Grund der Streuwirkung in meinen Augen nicht immer als einzige Werbemaßnahme genutzt werden sollte, sondern dass man stärker Zielgruppenorientiert an die User herangehen kann, wenn man sie direkt dort erwischt, wo sie sich tummeln.

  2. Thomas sagt:

    Bei deiner Rechnung stimmt was nicht:
    “Damit bleiben von den 22 Millionen vielleicht etwa 3 Millionen User, die in Frage kommen.
    Zieht man hier noch 1/3 für doppelte Accounts ab, bleiben noch etwa 1 Million User”
    Wenn ich 1/3 von 3 Mio abziehe (1 Mio) bleiben immer noch 2 Mio User..
    Und selbst dann: Haben oder nicht haben, bzw. die Chance sie zu erreichen. Die Kosten für Facebook sind verglichen mit Kosten anderer Marketingmaßnahmend verschwindend gering. Vom positiven Image ganz zu schweigen, denn wenn wir mal ehrlich sind mutet es gerade zu hinterwäldlerisch an nicht mit Facebook vernetzt zu sein, sei es als Privatperson oder als Unternehmen.

  3. David.mpo sagt:

    Also ich finde, dass an wirklich aufpassen muss nicht zuviel Zeit in social media netzwerke zu stecken. Da gibt es so viele, aber die meisten haben nur eine sehr geringe Reichweite, so dass sich der Aufwand in der Regel nicht lohnt. Ich denke die meisten sind mit Facebook und twitter doch wirklich gut bedient.

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