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Der gute Ruf – Imageschaden durch Affiliate Marketing?

Image ist alles. So lässt sich kurz der e-commerz-Leitsatz zusammenfassen. Es ist sehr schwer sich einen guten Ruf aufzubauen und umso einfacher dies auf schnellsten Weg wieder los zu werden. Doch manchmal nimm diese Angst, sein Ruf zu verlieren, doch recht kuriose Formen an.

Affiliate Marketing ist, wie ich gern zu sagen pflege, kein Marketing- sondern ein Vertriebsinstrument. Das betrifft vor allem die Kosten, wenn es um Budges und Forecasts geht. Doch eine Seite bleibt im Marketing: Branding. Durch die vielzahl der Webseiten, auf dem Werbung für ein Produkt gemacht wird, entsteht ein (zum Teil unbezahlbarer) Branding-Effekt. Denn was sind Werbeeinblendungen schlussendlich? Eine “kostenlose” TKP-Kampagne. Displaymarketing auf CPO-Basis. Und genau hier ist der Angst vieler Programmbetreiber versteckt. Denn wo wird man Platziert? Auf welchen Seiten landen die eigene Werbung?

Ein ist klar. Zu 100 Prozent lässt sich nicht bestimmen, wo der Affiliate die Werbebanner einbindet. Oder ob er überhaupt die vorgesehenen Banner verwendet und nicht nur den Link für ein Text “missbraucht”.

Dass kein Programmbetreiber (höchstens die, die in dem Metier zu Hause sind) gern auf den typischen No-Go-Seiten gelistet werden möchte ist nur zu verständlich. Diese Seiten werden auch bei den Netzwerken teils mit großem Aufwand aussortiert. Doch manchmal haben Programmbetreiber… ich nenne das mal vorsichtig “Anwandlungen”… die schwer nachvollziehbar ist.

Denn ist es wirklich negativ angehaftet, wenn Produkte einer bekannten Marke bei billiger.de gelistet werden? Ist das ein Instrument für das Pushen der Verkaufszahlen oder ein, aus Imagegründen abzulehnendes Angebot? Stellt das wirklich das eigene Produkt schlechter dar, wenn es auf eine der bekanntesten deutschen Seiten zu finden ist?

Ist es wirklich schlecht für das Ansehen einer Firma, wenn die hauseigenen Produkte bei Preissuchmaschinen gelistet werden? Vergibt man hier nicht aus falschem Stolz die Möglichkeit noch mehr Sales zu generieren, nur weil man Angst hat, dass die eigene Marke darunter leidet, vielleicht in der falschen Kategorie gelistet zu werden?

Wie sieht es aus mit Gutscheinseiten? Sind Coupon- und Grouponseiten nicht eher ein Instrument um kurzfristig Masse zu machen? Ist es wirklich beträchlich schlecht für das Image einer Firma, bei großen und kleinen Gutscheinseiten aufzutauchen, vor allem in Zeiten, wenn der User schon fast verzweifelt nach Vergünstigungen sucht um doch noch das begehrte Konsumgut ergattern zu können? Und dabei spreche ich nicht von Programmen wie dress-for-less, die sogar mit Abmahnungen drohen, obwohl sie selber ewige Zeit mit Gutscheinen geworben haben.

Es ist eine Gratwanderung, den guten Ruf seiner Firma zu schützen und gleichzeitig wirtschaftlich zu denken. Doch meist scheint es mir, sind die Entscheidungen auf Führungsebene noch viel zu sehr vom Old-Economy-Denken geprägt und eher eine persönliche Geschmacksfrage. Viel zu sehr hört in diesen Fällen der Entscheidungsträger auf sein Bauchgefühl, als er ein Rat eines Experten suchen würde.

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